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Was sind die aktuellen DHS-Qualitätsstandards der betrieblichen Suchtprävention?
Antwort vomDie DHS-Qualitätsstandards sind ein Praxisrahmen für betriebliche Suchtprävention und Suchthilfe, keine eigenständige verbindliche Norm.
Gemeint ist das Handbuch „Qualitätsstandards in der betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe“. Die DHS führt weiterhin die 3. überarbeitete Auflage vom Dezember 2022 als aktuelle Ausgabe, Stand: 9. Oktober 2026. Wichtig: Laut DHS berücksichtigt diese Ausgabe die inzwischen geänderte Cannabisgesetzgebung noch nicht.
Inhalt der Qualitätsstandards
Die Standards beschreiben ein zusammenhängendes betriebliches Programm, nicht nur Maßnahmen für bereits suchtkranke Beschäftigte. Die zentralen Handlungsfelder sind:
- Vorbeugung: Beschäftigte über riskanten Konsum und Suchtgefährdungen informieren, Regeln zum Suchtmittelgebrauch festlegen und suchtfördernde Arbeitsbedingungen abbauen.
- Frühzeitige Intervention: Bei Auffälligkeiten Fürsorge-, Klärungs- und Stufengespräche führen. Führungskräfte für eine fürsorgliche, lösungsorientierte und konsequente Gesprächsführung qualifizieren.
- Beratung und Hilfe: Interne Ansprechpersonen beziehungsweise Beratung sowie Zugänge zu externen Hilfen organisieren. Betroffene bei Behandlung und Wiedereingliederung unterstützen.
- Organisation und Vernetzung: Ziele, Zuständigkeiten und Zusammenarbeit festlegen und das Programm im betrieblichen Gesundheitsmanagement verankern.
- Qualitätssicherung: Maßnahmen dokumentieren, ihre Wirkung überprüfen und das Programm weiterentwickeln. Das Steuerungsgremium soll dafür Ziele, Bewertungsmaßstäbe, Verantwortlichkeiten und den Evaluationsturnus festlegen.
Bedeutung für die betriebliche Praxis
Die DHS versteht die Standards als fachlich begründete, selbstverpflichtende Qualitätsziele. Sie müssen an Betriebsgröße, Struktur und Kultur angepasst werden. Zur verbindlichen betrieblichen Verankerung empfiehlt das Handbuch eine Betriebs- oder Dienstvereinbarung, bei kleineren Organisationen auch eine Selbstverpflichtungserklärung.
Ein wichtiger Unterschied: Ein Alkoholverbot allein entspricht noch keinem umfassenden Suchtpräventionsprogramm. Dazu gehören ebenso Prävention, geregelte Intervention und erreichbare Hilfen. Die kompakte Übersicht der Standardelemente steht auf den gedruckten Seiten 13 bis 15 des Handbuchs; die einzelnen Anforderungen werden anschließend ausführlich erläutert.
Quellen:
Erstellt mit GPT-6.1 Sol (OpenAI) auf Basis einer aktuellen Websuche.
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