Mit welchem Alter wurden jüdische Kinder im Deutschland der 1930er Jahre eingeschult und bis wann durften sie Schulen besuchen?

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Jüdische Kinder wurden gewöhnlich mit sechs Jahren eingeschult; ab dem 15. November 1938 durften sie nur noch jüdische Schulen besuchen.

Bei „bis wann“ muss man zwischen dem üblichen Schulentlassungsalter und den nationalsozialistischen Schulverboten unterscheiden.

Einschulungsalter und Schulzeit

Das gewöhnliche Einschulungsalter lag bei etwa sechs Jahren. Das Reichsschulpflichtgesetz vom 6. Juli 1938 bestimmte ausdrücklich, dass Kinder schulpflichtig wurden, die bis zum 30. Juni sechs Jahre alt wurden. Die Volksschulpflicht dauerte acht Jahre, also normalerweise bis ungefähr zum 14. Lebensjahr. Das war keine allgemeine Altersobergrenze für den Besuch weiterführender Schulen.

Einschränkungen und Schulverbote

  • Ab 1933: Jüdische Kinder wurden zunehmend aus dem allgemeinen Schulwesen verdrängt. Zugangsbeschränkungen betrafen zunächst vor allem weiterführende Schulen; Volksschulen waren von den Aufnahmequoten zunächst ausgenommen. Es gab deshalb noch kein allgemeines Schulbesuchsverbot für alle jüdischen Kinder.
  • Ab dem 15. November 1938: Alle nach den NS-Vorschriften als jüdisch eingestuften Schülerinnen und Schüler mussten die nichtjüdischen Schulen verlassen, unabhängig von ihrem Alter. Sie durften anschließend ausschließlich jüdische Schulen besuchen. Beispielsweise musste der 13-jährige Rudolf Appel sein Mannheimer Gymnasium verlassen und auf eine jüdische Schule wechseln.
  • Bis Ende der 1930er Jahre: Der Besuch jüdischer Schulen blieb erlaubt. Erst zum 30. Juni 1942, also außerhalb des erfragten Jahrzehnts, wurden die letzten jüdischen Schulen geschlossen.

Der wichtige Unterschied lautet daher: 1938 wurde nicht jeder Schulbesuch verboten, sondern der Besuch nichtjüdischer Schulen. Das vollständige Unterrichtsverbot folgte erst 1942.

Quellen:

Kategorie: Geschichte

Erstellt mit GPT-6.1 Sol (OpenAI) auf Basis einer aktuellen Websuche.

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