Warum gaben Gemeinden 1921 Notgeld aus?

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Gemeinden gaben 1921 Notgeld wegen fehlenden Bargelds aus; manche Ausgaben waren allerdings bereits gezielt für Sammler bestimmt.

Ersatz für fehlendes Kleingeld

Der Ursprung lag im Ersten Weltkrieg: Münzen wurden gehortet oder aus dem Verkehr gezogen, Kupfer und Nickel für die Rüstung benötigt. Weil das verfügbare Kleingeld nicht ausreichte, sprangen Städte, Gemeinden und Unternehmen mit eigenen Scheinen oder Notmünzen ein, damit weiter bezahlt und Wechselgeld herausgegeben werden konnte.

Diese Schwierigkeiten bestanden örtlich auch nach Kriegsende fort. Ein konkretes Beispiel ist Rosenheim: Die Stadt gab am 21. Juni 1921 eine Notgeldserie mit Pfennigwerten heraus. Auf den Scheinen stand ausdrücklich, dass sie nur „innerhalb des Stadtbezirks“ gültig waren. Es handelte sich also um örtliches Ersatzgeld, nicht um eine neue landesweite Währung.

Nicht jeder Schein entstand aus einer Notlage

Für einen Schein mit der Jahreszahl 1921 ist eine zweite Erklärung wichtig: Nach dem Krieg war ein Sammlermarkt für Notgeld entstanden. Viele Gemeinden ließen deshalb besonders farbige Serienscheine mit Stadtansichten, historischen Ereignissen oder bekannten Persönlichkeiten drucken. Solche Ausgaben waren teilweise gar nicht für den Zahlungsverkehr vorgesehen, sondern als Sammelobjekte und zugleich als Werbung für den Ort.

1921 ist deshalb nicht mit der Hyperinflation von 1923 gleichzusetzen. Während viele frühere Ausgaben auf kleine Pfennigbeträge lauteten, wurden 1923 wegen der rasanten Geldentwertung Notgeldscheine über Millionen, Milliarden und schließlich Billionen Mark benötigt. Die Jahreszahl allein erklärt daher noch nicht den Zweck eines einzelnen Scheins.

Quellen:

Kategorie: Geschichte Unterkategorien: Neuzeit

Erstellt mit GPT-6.1 Sol (OpenAI) auf Basis einer aktuellen Websuche.

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