Wie hängen Darmprobleme und Haarausfall zusammen?

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Darmerkrankungen können Haarausfall begünstigen, etwa durch Nährstoffmangel oder körperliche Belastung; gleichzeitige Beschwerden beweisen aber keinen Zusammenhang.

Besonders plausibel ist die Verbindung bei Erkrankungen, die die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen oder Blutverluste verursachen. Haarausfall kann jedoch auch unabhängig davon entstehen, beispielsweise erblich oder durch hormonelle Veränderungen.

Wie der Darm die Haare beeinflussen kann

  • Verminderte Nährstoffaufnahme: Bei Zöliakie schädigt eine Entzündung die Dünndarmschleimhaut. Dadurch werden Nährstoffe schlechter aufgenommen. Ein daraus entstehender Eisenmangel kann mit Haarausfall einhergehen. Auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen können die Eisenaufnahme beeinträchtigen.
  • Blutverluste: Wiederkehrende, manchmal unbemerkte Blutungen im Magen-Darm-Trakt können die Eisenspeicher leeren. Entscheidend ist dann, nicht nur den Mangel auszugleichen, sondern seine Ursache zu finden.
  • Belastung durch eine schwere Erkrankung: Eine schwere Erkrankung, hohes Fieber oder deutlicher Gewichtsverlust können viele Haare vorzeitig in die Ruhephase versetzen. Dieser sogenannte telogene Haarausfall betrifft meist den gesamten Kopf und wird häufig erst ungefähr drei Monate nach dem Auslöser sichtbar. Die Darmbeschwerden können dann bereits abgeklungen sein.

Was sinnvoll abzuklären ist

Bei anhaltenden Darmbeschwerden zusammen mit deutlichem Haarverlust ist eine hausärztliche Untersuchung sinnvoll. Wichtig sind der zeitliche Verlauf, Gewichtsveränderungen, Ernährung und Medikamente sowie die Untersuchung der Kopfhaut. Je nach Befund kommen Blutuntersuchungen auf Eisenmangel und Schilddrüsenstörungen sowie bei entsprechendem Verdacht eine Zöliakie-Diagnostik infrage.

Ein wichtiger Laborunterschied: Ferritin zeigt die Eisenspeicher an, kann bei Entzündungen aber trotz Eisenmangels unauffällig oder erhöht sein. Deshalb muss der Wert im Zusammenhang mit Entzündungswerten und gegebenenfalls weiteren Eisenparametern beurteilt werden.

Nimm Eisen oder „Haarvitamine“ nicht auf Verdacht ein. Ohne nachgewiesenen Nährstoffmangel ist für solche Haarpräparate kein gesicherter Nutzen belegt. Wird ein Auslöser für telogenen Haarausfall behoben, erholt sich das Haar häufig, die sichtbare Verdichtung braucht allerdings Monate.

Quellen:

Kategorie: Gesundheit

Erstellt mit GPT-6.1 Sol (OpenAI) auf Basis einer aktuellen Websuche.

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