Wie hat sich der jährliche Stromverbrauch durch Digitalisierung in Deutschland seit 2000 entwickelt?

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Der IKT-Strombedarf Deutschlands stieg zunächst, sank durch effizientere Endgeräte und wächst seit etwa 2020 wieder deutlich.

Als Näherung für „Stromverbrauch durch Digitalisierung“ dient der Strombedarf der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT): Endgeräte, Rechenzentren und Kommunikationsnetze. Eine durchgehend vergleichbare Jahresreihe seit 2000 lässt sich aus den gefundenen Studien nicht zusammenstellen, weil sich Erfassungsumfang und Berechnungsmodelle unterscheiden.

Belegte Jahreswerte seit Anfang der 2000er

Die Tabelle nennt jährliche Verbrauchsmengen für ausgewählte Jahre, keine kumulierten Verbräuche. Die Werte sind überwiegend modellgestützte Schätzungen und dürfen nicht als einheitliche Messreihe verstanden werden.

Jahr IKT-Strombedarf in Deutschland Einordnung
2001 rund 38 TWh Historischer Wert laut Umweltbundesamt
2007 rund 55 TWh Historischer Wert laut Umweltbundesamt
2010 56,0 TWh Berechnung der älteren BMWi-/Borderstep-Studien
2015 47,8 TWh BMWi-Studie von 2015
2020 46,2 TWh Aktualisierte Borderstep-Berechnung, einschließlich Unterhaltungselektronik
2025 54,4 TWh Modellwert der Fraunhofer-Studie von 2025, keine abschließende Verbrauchsmessung

Die historischen Werte stammen aus der UBA-Veröffentlichung, der BMWi-Auftragsstudie und der hessischen Nachhaltigkeitsstudie; der Wert für 2025 aus dem neueren Fraunhofer-Modell. 1 TWh entspricht einer Milliarde kWh.

Warum der Verbrauch zwischenzeitlich sank

Zwischen 2010 und 2020 sank der Strombedarf der Endgeräte in der älteren Berechnung von 38,8 auf 21,1 TWh. Gleichzeitig stieg der Bedarf von Rechenzentren und Netzen von 16,9 auf 23,4 TWh: Einsparungen vor allem bei Fernsehern überdeckten also das Wachstum der digitalen Infrastruktur.

Der entscheidende Unterschied: Ohne Unterhaltungselektronik sank der IKT-Strombedarf in diesem Zeitraum nicht. Er lag 2020 bei 37,2 TWh, ungefähr 1 TWh höher als 2010. „Mehr Digitalisierung, aber weniger Stromverbrauch“ gilt deshalb nur für eine bestimmte Abgrenzung.

Grenzen des Vergleichs

Die neuere Fraunhofer-Studie berechnet für 2015 rückwirkend 46,5 statt 47,8 TWh. Innerhalb dieses Modells steigen die Rechenzentren von 14,1 TWh im Jahr 2015 auf 25,9 TWh im Jahr 2025, während der Haushaltsbereich von 22,2 auf 17,1 TWh sinkt.

Auch diese Untersuchung erfasst nicht sämtliche Digitalisierung: IKT in Industrieproduktion, Landwirtschaft, Logistik, Verkehr sowie Energie- und Gebäudesteuerung fehlt wegen begrenzter öffentlicher Daten. Die Zahlen beschreiben daher den untersuchten IKT-Betrieb, nicht den vollständigen zusätzlichen Stromverbrauch, den Digitalisierung verursacht.

Quellen:

Kategorie: Technik

Erstellt mit GPT-6.1 Sol (OpenAI) auf Basis einer aktuellen Websuche.