Wie wird die Beihilfe für stationäre Pflege in Bayern berechnet?

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Bei vollstationärer Pflege umfasst Bayerns Beihilfe anteilige Pflegeleistungen und gegebenenfalls eine einkommensabhängige ergänzende Beihilfe.

Die folgende Berechnung gilt für Beihilfeberechtigte nach bayerischem Landesrecht, nicht automatisch für jeden Pflegeheimbewohner in Bayern. Maßgeblich ist insbesondere § 36 der Bayerischen Beihilfeverordnung, Stand: 1. November 2026.

Pflegepauschale und Leistungszuschlag

Für die Pflegekosten sind monatlich folgende Höchstbeträge beihilfefähig:

Pflegegrad Monatlicher Betrag
2 805 Euro
3 1.319 Euro
4 1.855 Euro
5 2.096 Euro

Das sind Berechnungsgrundlagen, nicht die ausgezahlte Beihilfe. Bei beispielsweise 70 Prozent Bemessungssatz beträgt der Beihilfeanteil für Pflegegrad 3 somit 923,30 Euro.

Zusätzlich wird der Leistungszuschlag auf den verbleibenden pflegebedingten Eigenanteil einschließlich Ausbildungsumlagen berücksichtigt: 15 Prozent bis zum 12. Monat, 30 Prozent im 13. bis 24. Monat, 50 Prozent im 25. bis 36. Monat und 75 Prozent ab dem 37. Monat. Auch davon zahlt die Beihilfe ihren Bemessungssatz; Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten zählen für diesen Zuschlag nicht mit.

Ergänzende Beihilfe für verbleibende Heimkosten

Verbleibende Pflegekosten sowie Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten werden mit einem einkommensabhängigen Eigenanteil verglichen. Dieser beträgt nach § 36 Absatz 3:

Persönliche Situation Eigenanteil am maßgeblichen Einkommen
Einkommen bis Endgehalt A 9, ein berücksichtigungsfähiger Angehöriger 30 %
Einkommen bis Endgehalt A 9, mehrere Angehörige 25 %
Höheres Einkommen, ein Angehöriger 40 %
Höheres Einkommen, mehrere Angehörige 35 %
Alleinstehend oder alle berücksichtigungsfähigen Personen gleichzeitig stationär gepflegt 70 %

Der übersteigende Betrag wird vollständig als ergänzende Beihilfe gezahlt, also nicht nochmals mit dem persönlichen Bemessungssatz gekürzt.

Vereinfachtes Rechenbeispiel: Bei alleinstehender Person, 3.000 Euro maßgeblichem Monatseinkommen und 2.800 Euro verbleibenden berücksichtigungsfähigen Heimkosten beträgt der Einkommenseigenanteil 2.100 Euro. Daraus ergeben sich 700 Euro ergänzende Beihilfe.

Angaben für die konkrete Berechnung

Benötigt werden Pflegegrad, Bemessungssatz, Heimrechnung mit Kostenaufteilung, bisherige Bezugsdauer vollstationärer Leistungen, Versicherungsleistungen, Familienverhältnisse und Einkommensnachweise. Zum maßgeblichen Einkommen gehören insbesondere Dienst- oder Versorgungsbezüge und bestimmte Renten; beim Ehe- oder Lebenspartner sind die Einkünfte des zweiten Kalenderjahres vor Antragstellung maßgeblich, bei Antragstellung 2026 also 2024.

Quellen:

Kategorie: Finanzen Unterkategorien: Versicherungen

Erstellt mit GPT-6.1 Sol (OpenAI) auf Basis einer aktuellen Websuche.

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