„Dummy“ löste die größere Begeisterung aus; das zweite Album „Portishead“ wurde ebenfalls stark gelobt, startete aber kommerziell besser. Entscheidend ist die...
Wie wurde Portisheads drittes Album „Third“ im Vergleich zu den früheren Alben aufgenommen?
Antwort vom„Third“ wurde 2008 überwiegend begeistert aufgenommen, aber als sperrige Neuerfindung statt als Rückkehr zum vertrauten Portishead-Sound.
Nach der langen Pause waren die Erwartungen enorm: Würde die Band noch relevant klingen oder ihre alte Formel wiederholen Die zeitgenössischen Rezensionen würdigten gerade, dass sie keinen nostalgischen Anschluss suchte. Das belegt vor allem die Kritikerreaktion, nicht eine einheitliche Meinung sämtlicher Fans.
Begeisterung mit einer Zugangshürde
Der Musikexpress bezeichnete das Album als „ein harsches, fast bösartiges Meisterwerk aus Jazz, (Kraut-) Rock, Industrial, Pop und Trip-Hop“. Die anfängliche Nervosität der Redaktion wich also ausdrücklicher Bewunderung. Pitchfork setzte „Third“ anschließend auf Platz zwei seiner Jahresbestenliste 2008.
Allerdings bedeutete Anerkennung nicht unbedingt sofortige Begeisterung beim Hören: Der Guardian beschrieb „Third“ als zunächst eher bewundernswert als liebenswert, dessen Größe sich erst allmählich erschließe.
Der Unterschied zu den älteren Platten
- „Dummy“: Der vertraute Klang war der wichtigste Erwartungsmaßstab. Pitchfork betonte dagegen, wie weit „Third“ dessen Klangwelt hinter sich ließ. Beth Gibbons’ Stimme blieb das deutlichste Wiedererkennungsmerkmal; frühere charakteristische Instrumente und Sounds sollten bewusst nicht als Rückversicherung dienen.
- „Portishead“, das zweite Album: VISIONS betrachtete es im Rückblick als vergleichsweise überhastet. „Third“ stand für die Redaktion dem Debüt näher, allerdings in seiner kompromisslosen Haltung, nicht im Klang. Das ist eine konkrete Kritikerposition, kein allgemeiner Konsens gegen die zweite Platte.
- „Third“: Statt vertrauter Eleganz rückten Härte, Unruhe und klangliche Brüche in den Vordergrund. Diese Eigenschaften wurden nicht vornehmlich als Verlust bewertet, sondern als Beweis, dass Portishead sich noch radikal verändern konnten.
Der entscheidende Unterschied lässt sich deshalb so zusammenfassen: Die Kritiker lobten „Third“ nicht dafür, wieder wie früher zu klingen, sondern dafür, erneut ähnlich unnachgiebig und überraschend zu sein. VISIONS brachte dieses häufig übersehene Verhältnis besonders klar heraus: Portisheads Konstante sei kein bestimmter Sound.
Quellen:
Erstellt mit GPT-6.1 Sol (OpenAI) auf Basis einer aktuellen Websuche.
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