WLAN-Kosten einer Zweitwohnung sind nicht automatisch vollständig absetzbar, sondern grundsätzlich nur mit dem beruflich veranlassten Anteil. Für Arbeitnehmer in Deutschland gilt: Auch...
Wie lässt sich die private und berufliche Nutzung einer Internet-Flatrate in der beruflich bedingten Zweitwohnung für die Steuererklärung nachweisen?
Antwort vomDie Flatrate lässt sich steuerlich pauschal oder anhand dokumentierter Nutzung aufteilen, auch beim Anschluss in einer beruflich bedingten Zweitwohnung.
Für Arbeitnehmer gibt es zwei Möglichkeiten. Entscheidend ist die berufliche Nutzung des Anschlusses: Der berufliche Anlass für die Zweitwohnung allein rechtfertigt bei gemischter Nutzung keinen vollständigen Abzug der Internetkosten.
Einfach: 20 Prozent ohne Nutzungsprotokoll
Wenn erfahrungsgemäß berufliche Telekommunikationskosten anfallen, können 20 Prozent des Rechnungsbetrags, höchstens 20 Euro monatlich, als Werbungskosten anerkannt werden. Dafür ist kein Einzelnachweis der Nutzung erforderlich; Rechnungen und eine nachvollziehbare Erklärung der beruflichen Verwendung solltest du bereithalten. Diese Vereinfachung enthalten die Lohnsteuer-Hinweise 2026 weiterhin.
Rechenbeispiel: Bei einer Internetflatrate von 40 Euro monatlich ergeben sich 8 Euro Werbungskosten pro Monat. Die 20 Euro sind eine Obergrenze, kein automatisch abziehbarer Pauschalbetrag.
Höherer Anteil: drei Monate dokumentieren
Willst du einen höheren beruflichen Anteil geltend machen, dokumentiere die Nutzung für drei repräsentative Monate. Der nachgewiesene Anteil kann dann für das gesamte Steuerjahr zugrunde gelegt werden. Auch die Grund- beziehungsweise Flatrate-Gebühr ist entsprechend aufteilbar.
Praktisch eignet sich eine Tabelle mit:
- Datum und Nutzungsdauer,
- beruflichem Zweck, beispielsweise Videokonferenz oder Recherche für einen Arbeitsauftrag,
- privater Nutzungsdauer als Vergleichsgröße.
Ergänze die Aufstellung durch Rechnungen und eine kurze Erklärung deiner beruflichen Internetnutzung. Ein solches Nutzungstagebuch macht den angesetzten Prozentsatz nachvollziehbar; eine bloße Angabe wie „überwiegend beruflich“ ist deutlich weniger aussagekräftig.
Für die Steuererklärung
Als Arbeitnehmer setzt du den beruflichen Anteil als Telefon-/Internetkosten bei den Werbungskosten in Anlage N an. Steuerfreie Erstattungen des Arbeitgebers musst du abziehen. Für einen überschaubaren Anschlussbetrag ist die 20-Prozent-Regel meist der einfachere Weg; bei deutlich höherer beruflicher Nutzung lohnt sich die Dokumentation.
Quellen:
Erstellt mit GPT-6.1 Sol (OpenAI) auf Basis einer aktuellen Websuche.
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